K3-Preisverleihung am 7. Oktober 2021 in der Klima Arena in Sinsheim

Erstmals wird  ein mit insgesamt 15.000 Euro dotierter Preis für Klimakommunikation vergeben.

Diese 22 Projekte sind für den K3-Preis nominiert

22 Projekte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind jetzt für den K3-Preis für Klimakommunikation nominiert worden. Der mit 15.000 Euro dotierte K3-Preis zeichnet Initiativen aus, die neue Wege gehen, um Menschen für Klimaschutz zu motivieren und zu aktivieren. Der erstmalig verliehene Preis wird in den Kategorien Bürgerschaftliche Projekte, Wissenschaftskommunikation und Klimajournalismus vergeben.

Die jetzt von der Jury ausgewählten 22 Projekte stehen nunmehr auf der Shortlist derjenigen Bewerbungen, aus denen die endgültigen Preisträger ausgewählt werden.

Nominationen in der Kategorie Bürger:innen-Preis der KLIMA ARENA
  • das Projekt „Unser 2035“ von Parents for Future, das die Klimakrise zu einem Alltagsgespräch zwischen Großeltern und Enkeln machen will
  • das Graswurzelprojekt „Gemeinde N“ kirchlicher Umweltaktiver in Ostdeutschland, das Menschen ins Handeln bringen will und dabei auf die Nachfragemacht der Kirche als zweitgrößte Konsumentin in Deutschland setzt
  • das Projekt Wir Stimmen Zusammen”, das junge Menschen dazu motivieren will, ihre Großeltern zu überzeugen, bei der Bundestagswahl 2021 im Sinne des Klimaschutzes zu wählen
  • der Oberösterreichische Energiesparverbund mit seinem Projekt „AdieuÖl“, das zeigt, dass man eine ganze Region für transformatives Handeln begeistern kann
  • der  Schweizer Verein Klimaspuren, der mit seiner Initiative „Klimaspuren“ auf ebenso einfache wie eindrückliche Weise zeigt, wie man Menschen ganz einfach mitnehmen kann, sich mit Klimawandel,  Klimaschutz und Klimaanpassung auseinanderzusetzen
  • der Klimapakt Flensburg mit seinem Projekt „Frische Brötchen, frische Luft!“, das zeigt, wie man mit Lust und Kreativität Menschen für klimaverträgliche Alltagsroutinen begeistern kann
  • das Projekt „Bonn4Future – wir fürs Klima“, das eine ganze Stadtgesellschaft für Klimaschutz aktivieren will und dabei der Maxime folgt: Es war ein guter Prozess und er hat wirklich etwas gebracht“
  • Christian Gutsche mit seinem Klimacoaching, weil die augenzwinkernde Aussage „Ich helfe Ökos weniger zu nerven!“ tatsächlich einen Punkt trifft.
Nominationen in der Kategorie Eunice-Foote-Preis für Klimakommunikation
  • die Public Climate School von Students for Future Bochum, die zeigt, wie digitale, interaktive und zielgruppengerechte Klimabildung mit aktivierendem Praxisbezug aussehen kann
  • das  Programm Climate@Home von Scientists for Future Stuttgart, mit dem man sich Klimaexpert*innen aufs Wohnzimmersofa holen kann, um ganz entspannt dem Klimawandel auf den Grund gehen zu können
  • das Projekt klima:fit mit dem die Umweltorganisation WWF und der Helmholtz Verbund für regionale Klimaänderung (REKLIM) die flächendeckende Präsenz der Volkshochschulen nutzen, um Bürger:innen fitzumachen für die Klimadebatte
  • das Projekt „Klimafitter Wald“ der österreichischen Bundesforschungszentrums für Wald, das unter anderem mit der Youtube-Serie „Günther hat einen Wald geerbt“ den Weg für einen klimaverträglichen Waldumbau ebnet
  • das Zürich-Basel Plant Science Centre, das mit seinem „Klimagarten 2085“ höchst anschaulich simuliert, was mit Pflanzen in einer 3°- und einer 6,5°-Welt passiert
  • der Wissenschaftsblog „klimakommunikation.at“ wegen seiner Pionierleistungen beim Mainstreaming des immer wichtiger werdenden Themas Klimakommunikation
  • die Plattform „Grüner Journalismus“, weil sie Klima- und Nachhaltigkeitsthemen in die wissenschaftliche Ausbildung von Nachwuchsjournalist:innen integriert – und weil er Klimaforschung und Journalismus zusammenbringt
Nominationen in der Kategorie Klimajournalismus
  • der Klimahub der Berliner Tageszeitung „taz“ auf Instagram, weil die Redaktion beweist, wie ein Social Media-Format fundierte und umfassende Klimaberichterstattung leisten kann
  • das wöchentliche TV-Magazin „Klimaheldinnen“ des österreichischen Fernsehkanals ProsiebenSat1 Puls4, das dem Engagement gegen die Klimakrise ein menschliches Antlitz gibt
  • die in Wien erscheinende Zeitschrift „Falter“, die mit ihrem neu etablierten Ressort „Natur“ Menschen jenseits der Klima-Blase anspricht – und den Blick öffnet für die Doppelkrise von Klimawandel und Biodiversitätsverlust
  • das Instagram-Projekt @nachhaltig.kritisch, weil es mit einer klaren journalistischen Ausrichtung und gut wiedererkennbaren Formaten ein überzeugendes Beispiel von User-Orientierung bildet.
  • der SZ-Klimamonitor, weil er die Klimaberichterstattung der Süddeutschen Zeitung nicht nur übersichtlich bündelt, sondern mit aufwendigen Visualisierungen sinnvoll ergänzt
  • die Arbeit des Netzwerks Weitblick e.V., das mit Beharrlichkeit und Substanz dazu beiträgt, dass sich Redaktionen jeglicher Art fundiert der Klimaberichterstattung stellen
  • die österreichische Tageszeitung „Der Standard“, die mit ihrem Newsletter „KlimaKlartext“ sowie den Blogs „AllesGut?“ und „Klima in Bewegung“ eine hochgradig intelligente Auseinandersetzung mit der Klimakrise bietet

Insgesamt hatten mehr als 150 Initiativen und Projekte aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg Bewerbungen für den K3-Preis eingereicht.

Unter folgenden Links sind alle eingerichten Bewerbungen zu finden:

 

Wer entscheidet über die Bewerbungen?

Über die Bewerbungen entscheidet eine hochkarätige Jury:

Dr. Bernd Welz

Biografie

Dr. Bernd Welz ist seit Januar 2020 Vorstandvorsitzender der gemeinnützigen „Klimastiftung für Bürger“, die sich für mehr Verständnis für den Klimawandel und ein nachhaltiges Leben einsetzt und dazu das Erlebniszentrum KLIMA ARENA in Sinsheim betreibt. Welz ist Informatiker und war 22 Jahre bei SAP in verschiedenen globalen Rollen tätig zuletzt als Chief Knowledge Officer verantwortlich für das Education Geschäft und das Universitätsprogramm SAP NextGen – Innovation with Purpose.

Univ.-Prof. Mag. Dr. Helmut Jungwirth

Biografie

Helmut Jungwirth promovierte im Fach Mikrobiologie an der Universität Graz. Nach Forschungsaufenthalten an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und der MedUni Wien habilitierte er 2009 im Fach Molekularbiologie. Er ist Geschäftsführender Leiter des Zentrums für Gesellschaft, Wissen und Kommunikation („die siebente Fakultät“), wurde 2016 Österreichs erster Universitätsprofessor für Wissenschaftskommunikation und ist seit 2015 Ensemblemitglied des Wissenschaftskabaretts „Science Busters“.

Anna Ramskogler-Witt

Biografie

Anna Ramskogler-Witt studierte Kunstgeschichte in Wien, bevor sie ihre Karriere in der österreichischen Filmbranche begann. Durch ihre Arbeit im Filmverleih, lernte sie dort Film als ein wirkungsvolles Vermittlungstool kennen. 2011 zog sie nach Berlin und war dort zunächst als freie PR- & Impact-Beraterin tätig, bis sie die Chance ergriff, für die renommierte Menschenrechtsorganisation ECCHR zu arbeiten. 2019 kehrte sie als Direktorin des Human Rights Film Festival Berlin zu ihren Wurzeln zurück.

Carel Mohn

Biografie

Carel Mohn leitet das Projekt klimafakten.de seit dem Start in 2011. Zuvor arbeitete er als Kommunikationsdirektor Deutschland für die European Climate Foundation, führte die Kommunikationsabteilung des DIW, arbeitete als Sprecher für den Bundesverband der Verbraucherzentralen, bei Transparency International sowie im Büro von Bundespräsident a.D. Richard von Weizsäcker. Er hat einen Abschluss von der Deutschen Journalistenschule München sowie ein Diplom in Politologie

© Jan Steffen, GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Bild: © Jan Steffen, GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Prof. Dr. Mojib Latif

Biografie

Prof. Dr. Mojib Latif ist Leiter der Forschungseinheit Maritime Meteorologie am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und ehemaliger Vorstandsvorsitzender des DKK. Professor Latif studierte Meteorologie an der Universität Hamburg. Nach seiner Promotion in Ozeanographie war er am Max-Planck-Institut in Hamburg tätig, bevor er nach Kiel wechselte. Er ist Autor der IPCC Berichte 2001 und 2007.

Sara Schurmann

Biografie

Sara Schurmann arbeitet seit zehn Jahren als Journalistin, unter anderem für den „Tagesspiegel“, Gruner+Jahr, „Vice“, „Zeit Online“ und funk. 2018 wählte sie das „Medium Magazin“ unter die „Top 30 bis 30“. Sie beschäftigt sich seit drei Jahren intensiv mit der Klimakrise, das ganze Ausmaß wurde ihr aber erst vor einigen Monaten bewusst. Daraufhin veröffentlichte sie einen offenen Brief an ihre Kolleg:innen, um eine Diskussion über die Klima-Berichterstattung anzustoßen.

Julian Schmid

Biografie

Julian Schmid, geb. 1989 in Klagenfurt. Projektleiter in der österreichischen Energieagentur im Dach-Management von klimaaktiv, der Klimainitiative des Österreichischen Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK). Ausbildung: Master in „Environmental Technology & International Affairs“ der Technischen Universität Wien und der Diplomatischen Akademie Wien.

Shary Reeves

Biografie

Shary Reeves ist  Schauspielerin, Autorin, Moderatorin, Produzentin und ehemalige Fußball-Bundesligaspielerin. Ihr aktueller Fokus liegt auf ihrem YouTube-Kanal „Klugblogger“. Shary Reeves moderiert große Veranstaltungen und Diskussionsrunden. 2014 veröffentlichte sie ihre viel beachtete Biografie „Ich bin nicht farbig“. Seit 1996 war sie als Schauspielerin in der Soap „Marienhof“ und als Moderatorin beim „Maus-Club“ zu sehen, den sie ab 1998 gemeinsam mit Ralph Caspers moderierte. Von 2001-2017 stand sie bei der populären Kindersendung„Wissen macht Ah!“ vor der Kamera.

Martha Stangl

Biografie

Martha Stangl ist Netzwerkkoordinatorin im österreichischen Klimaforschungsnetzwerk Climate Change Centre Austria (CCCA) und Bio-Landwirtin im Nebenerwerb. Nach dem Studium der Umweltsystemwissenschaften an der Universität Graz arbeitete sie zunächst für Nichtregierungsorganisationen in Wien und Graz zu Themen wie Artenvielfalt, Abfallvermeidung und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Im CCCA, das sich als Anlaufstelle für Forschung, Politik, Medien und Öffentlichkeit in Österreich zu allen Fragen der Klimaforschung versteht, liegt der Schwerpunkt ihrer Arbeit im Bereich Kommunikation und Wissenstransfer.

Severin Marty

Biografie

Severin Marty ist Projektleiter  bei ProClim, dem Forum für Klima und globalen Wandel der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT). Er leitet die Organisation des K3 Kongresses, welcher 2022 in Zürich stattfinden wird. Nebst Tätigkeiten als Kommunikations- und Projektleiter beim Dachverband Schweizer Jugendparlamente arbeitete er in der Vermittlung beim Schweizerischen Nationalmuseum.

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