Dokumentation

Ein interaktives und dichtes Programm zeichnet den K3 Kongress zu Klimakommunikation aus. 

Hier stellen wir die Ergebnisse des K3 Kongresses zur Verfügung. Die Dokumentation der Workshops wird Ende Oktober veröffentlicht.

Mittwoch, 14. September 2022

Fokus: Bestandesaufnahme

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09.00 Uhr

Begrüssung

  • Michael Eidenbenz, Zürcher Hochschule der Künste, Mitglied der Hochschulleitung und Leiter des Dossiers Nachhaltigkeit
  • Katrin Schneeberger, Vorsitzende des National Centre for Climate Services NCCS, Direktorin des Bundesamts für Umwelt BAFU
  • Filippo Lechthaler, Leiter ProClim – Forum für Klima und globalen Wandel

Moderation: Marina Villa

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09.15 Uhr

Keynote 1:

«Von der Corona-Krise (zurück) zur Klimakrise: Herausforderungen, Chancen und Perspektiven der Klimakommunikation»

Prof. Dr. Mike Schäfer, Universität Zürich

Moderation: Marina Villa

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11.30 Uhr

Parallele Angebote Mittwochvormittag

Forum und Debatte – Wie viel Apokalypse darf es sein? (7.K12 Konzertsaal 3)

Die Rolle von Klimaangst in der Klimakommunikation

In einer Befragung von 16- bis 25-Jährigen im Jahr 2021 in zehn unterschiedlichen Ländern äusserten 85 % der Befragten Angst vor dem Klimawandel. Doch was bedeutet Klimaangst? Ist sie die Vorstufe zu einer psychischen Erkrankung – oder ist sie ein sinnvoller, vielleicht sogar notwendiger Motivator für konkretes Engagement gegen den Klimawandel?

In „Forum & Debatte“ beschreibt die Psychotherapeutin Katharina van Bronswijk die Rolle der Angst im Zusammenhang mit dem Klimawandel sowie mögliche Bewältigungsstrategien. Anschliessend präsentiert Christian Klöckner aktuelle Forschungsergebnisse zur Wirksamkeit von «disruptive communication», einer Kommunikationsform, die eher negativ emotionalisiert und (ver)stört, um Menschen aus ihrer Komfortzone herauszuholen.

Wie stark soll Klimakommunikation negative Emotionen ansprechen oder auslösen? Für wen ist dies geeignet und bei wem führte es eher zu Hilflosigkeit oder gar psychischen Krankheiten? Diese Fragen sollen im zweiten Teil im Format Unterhausdebatte mit allen Teilnehmenden diskutiert werden.

Impulse:

  • Katharina van Bronswijk, Sprecherin von Psychologists for Future und Psychologische Psychotherapeutin
  • Prof. Dr. Christian Klöckner, Umweltpsychologe von der Norwegian University of Science and Technology

Organisation: Marie-Luise Beck (DKK), Dr. Torsten Grothmann (Universität Oldenburg), Philipp Schrögel (Universität Heidelberg)

Fokus Nachmittag: Interessengruppen verbinden

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14:30 Uhr

«Wirksam kommunizieren ohne Greenwashing» Inputreferate und Diskussion

Mehr Information

Kommunizieren Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsziele oder Massnahmen bezüglich Klimaschutz, kommt schnell der Vorwurf des Greenwashings auf. Dies schadet Unternehmen, die den Klimaschutz wirklich ernst meinen und Fortschritte erzielen wollen. Mit Inputreferaten und einer Podiumsdiskussionen werden folgende Fragen behandelt:

  • Wie können Unternehmen zeigen, dass sie kein Greenwashing betreiben?
  • Wie können Unternehmen ihre Reduktion der Treibhausgasemissionen wirksam kommunizieren?

Referentinnen und Podiumsgäste:

  • Lene Petersen, Senior Manager Climate and Business Markets WWF
  • Julia Baumann, Abteilungsleiterin CSR & Nachhaltigkeit bei Lidl Schweiz
  • Dr. Barbara Dubach, Geschäftsführerin engageability, Leiterin Wissenstransfer NFP 73, Vorstandsmitglied von pusch.ch, Swisscleantech, Swiss Peace Business Advisory Board und weitere Engagements
  • Dieser Stream ist nicht verfügbar.
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16:15 - 17.45 Uhr

Verschiedene

Parallele Angebote Mittwochnachmittag

In diesem Programmblock haben Sie die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Angeboten zu wählen. 

Forum und Debatte: Vorwurf Greenwashing – Lösungen für glaubhafte Klimakommunikation (7.K12 Konzertsaal 3)

Kommunizieren Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsziele oder Massnahmen bezüglich Klimaschutz, kommt schnell der Vorwurf des Greenwashings auf. Wir suchen gemeinsam Antworten auf die Frage «Wie können wir das Vertrauen in die Kommunikation zu Klimamassnahmen von Unternehmen stärken?».

Dazu nutzen wir das Wissen und die Erfahrungen der Diskussionsteilnehmenden und laden ein, über Standpunkte hinweg die Denkressourcen aller zu mobilisieren. Mit de Bonos «Six Thinking Hats», einer Methode des parallelen Denkens, nehmen alle Beteiligten gleichzeitig die gleiche Denkrichtung ein und reflektieren über den Nutzen und die Risiken einer Idee, ganz unabhängig vom eigenen Standpunkt. Es geht um eine konstruktive Alternative zur Debatte.

Es sind dabei:

  • Anja Gada, Aktivistin, politische Sekretärin
  • Felix Meier, Geschäftsleiter Pusch.ch
  • Stefan Naef, Managing Partner Jung von Matt LIMMAT AG
  • Christian Zeyer, Geschäftsleiter Swisscleantech

Die Diskussion leitet Hilke Ebert, Diplom-Ingenieurin der Wasserwirtschaft, M.A. Regional Development Planning | Facilitator & zertifizierte de Bono Trainerin Six Thinking Hats®

Organisation: Dr. Sibylle Chiari, Eva Krattiger (Bundesamt für Umwelt), Martha Stangl (CCCA), Severin Marty (ProClim) 

Donnerstag, 15. September 2022

Fokus: Lebenswerte Welt

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09:00 Uhr

Rückblick K3.2019

  • Dr. Stefanie Trümper, GERICS / Helmholtz-Zentrum Hereon
  • Carel Mohn, Klimafakten
  • Marie-Luise Beck, Deutsches Klima-Konsortium
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09:15 Uhr

Keynote 2:

«Nachhaltigkeit beginnt im Kopf»

Prof. Dr. Maren Urner, Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) Köln

Moderation: Marina Villa

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Das Paradox könnte nicht grösser sein: Wir sprechen immer häufiger und in allen gesellschaftlichen Bereichen über Nachhaltigkeit, gleichzeitig sind die globalen CO2-Emissionen 2021 auf einen neuen Rekordwert gestiegen.

Wie kann das sein? Die Ursache für unser widersprüchliches Verhalten liegt in unserem Kopf bzw. unserem Gehirn. Wir verharren angesichts der Krisen und Herausforderungen unserer Zeit im statischen Denken und pflegen alte Gewohnheiten. Das muss nicht sein, denn auch die Lösung hin zu echter Nachhaltigkeit beginnt in unserem Kopf. Sie gelingt, wenn wir unser Gehirn zum dynamischen Denken einladen und unsere Zukunft in die eigenen Köpfe nehmen.

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10:00 Uhr

Klimaperformance 2: Resistance #6

Diego Kohn (2021-22), Dauer 10’

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In der Konsumgesellschaft sind wir von Gegenständen umgeben, die dazu gedacht sind, nur einmal benutzt und dann weggeworfen zu werden.

Resistance #6 ist eine 10-minütige, zweiteilige Performance-Installation. In ihrer reduktionistischen Inszenierung konzentriert sie sich auf alltägliche akustische Eigenschaften wie das Öffnen einer Chips-Packung oder einer Getränkeverpackung.

Die Performance verweist nicht nur auf den ökologischen Aspekt, sondern auch auf die Phänomenologie des Wegwerfens, für die diese Verpackungen konzipiert wurden.

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10:15 Uhr

Keynote 3:

«Geschichten des Gelingens»

Dr. habil. Fritz Reusswig, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und Humboldt-Universität zu Berlin

Moderation: Marina Villa

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Schon lange gehört es zu den Grundmaximen der Klimakommunikation, nicht «zu negativ» zu sein – Katastrophismus demotiviere, so das Argument. Greta Thunberg scheint es nicht befolgt zu haben – und hatte Erfolg. Die Leute wollen positive Geschichten hören, heisst es. Gerade in Zeiten multipler Krisen. Klimaschutz kann Spass machen, hat vielerlei Nebennutzen. Aber was ist mit den kritischen Nebenfolgen, den Ungereimtheiten, den gegenläufigen politischen Anreizen, den möglichen Ungerechtigkeiten der Energie- und Klimaschutzpolitik? Sollen wir sie nicht miterzählen, um nicht zu demotivieren?

Diese Keynote geht von der Beobachtung aus, dass wir in Zeiten einer ebenso polarisierten wie fragmentierten gesellschaftlichen Klimadebatte leben: Auf der einen Seite die transformative Ungeduld einer «letzten Generation» für die nach ‚Climate first‘ lange nichts kommt, auf der anderen die reaktionäre Reaktanz rechtspopulistischer Wutbürger*innen, die hinter Klimaschutz nur Verschwörung, Hysterie und Ökodiktatur wähnen. In der breiten Mitte dieser Debatte findet sich die Mehrheit der Bevölkerung – sie glaubt an den anthropogenen Klimawandel, aber ist sich nicht sicher, ob wir das mit dem Klimaschutz auch hinbekommen, was ihre eigene Rolle dabei sein soll, und vor allem – was es sie (und vielleicht andere) kostet, im monetären wie nicht-monetären Sinn. Diese nicht selten «schweigende» Mehrheit entscheidet über die soziale Zukunft der Klimapolitik. Es ist wichtig, ihre Widerstände und Vorbehalte, aber auch ihre Leistungen und oft verdeckten Unterstützungspotenziale zu kennen – und zu nutzen.

Die Keynote wendet sich gegen die Forderungen nach einer Beendigung der Debatten – welcher Couleur auch immer – und unterstreicht die Unhintergehbarkeit einer demokratischen Konflikt- und Streitkultur für unsere Energie- und Klimapolitik. Sie versucht, dies durch ausgewählte Beispiele zu illustrieren.

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11:30 Uhr

Parallele Angebote Donnerstagvormittag

In diesem Programmblock haben Sie die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Angeboten zu wählen. 

Forum und Debatte – Wie gelingt das Zukunftslabor? (7.K12 Konzertsaal 3)

Der Klimawandel bleibt diffus und für wenige fassbar. Viele fühlen sich von der Klimakrise nicht betroffen und bleiben passiv. Dabei verweisen die Kommunikationswissenschaften auf ein mögliches Gegenrezept: Positive Zukunftsbilder können Menschen zu lösungsorientiertem Handeln bewegen. Dabei zeigte sich, dass es gar nicht so einfach ist, solche Visionen zu schaffen.
Mit einem Fokus auf der Mobilität werden im Forum und Debatte folgende Fragen aufgeworfen:

  • Wie entstehen positive Zukunftsbilder und wer kreiert diese?
  • Wie werden Zukunftsbilder für die Gesellschaft anschlussfähig?

Seien es die Visionen «Schweiz 2050» des Vereins «Klimaschutz Schweiz», die Betrachtung des Policy Sprints der Organisation «Expedition Zukunft» oder die Klimapolitik des Kanton Zürichs – mittels konkreter Beispiele suchen wir Antworten.
Input «Zukunftsbilder»:

  • Prof Dr. Maren Urner, Neurowissenschaftlerin, Professorin für Medienpsychologie, Autorin und Mitgründerin von Perspective Daily

Inputs:

  • Nina Engeli, Campaignerin «Verein Klimaschutz Schweiz»
  • Pascal Müller-Scheiwiller, Paolo Marioni, Expedition Zukunft
  • Dr. Martin Neukom, Regierungsrat Kanton Zürich, Baudirektion

Organisation:

  • Dr. Kathleen Mar, Gruppenleiterin, Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung Potsdam
  • Dr. Prof. Simone Rödder, Universität Hamburg
  • Dr. Urs Neu, SCNAT – ProClim
  • Severin Marty, SCNAT – ProClim
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14:30 Uhr

Keynote 4:

«Klima mit Zukunft: Gesunde Erde – Gesunde Menschen»

Verleihung des K3-Preises für Klimakommunikation

Prof. Dr. Eckart von Hirschhausen, Arzt, Wissenschaftsjournalist und Gründer der Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen

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16:00 Uhr

Ausblick und Schluss

  • DI Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds
  • Em. O. Univ. Prof. Dr.in Helga Kromp-Kolb, Vorstandsmitglied des Climate Change Centre Austria

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