Richtiges Textmuster wählen

Der Workshop vom Österreicher Martin Reisigl thematisierte fünf Vertextungsmuster und dessen Anwendung in der Klimakommunikation:

Deskription: Es beschreibt etwas und besteht aus Behauptungen. Es dient nicht dem Selbstzweck, sondern hilft vielmehr bei der wissenschaftlichen Erforschung. Ebenso gilt es als wichtige Grundlage für die Explikation. Diese Vertextungsmuster entstehen durch Beobachtungen (organisch, anorganisch und kulturell).

Explikation: Es erklärt und macht verständlich, dabei geht es primär um semantische Beziehungen. Drei Formen sind dabei zu erwähnen: Die Explikation von kausalen Zusammenhänge, von instruktivem Erzählen und von sprachlosen Elementen.

Argumentation: Bei diesem Muster sollen andere von einer These überzeugt werden. Man orientiert sich dabei an Kriterien. Beispiele für eine Argumentation: „Es ist umweltfreundlicher, wenn man den Fleischverbrauch senkt, man weniger Auto fährt und nicht in die Ferien fliegt.

Narration: Dies ist eine Wiedergabe von Vergangenem, eine Erzählung. Das Muster stiftet Orientierung, indem es Ereignisse chronologisch ordnet. Erzählungen informieren und unterhalten, sie fördern Identifikation und Empathie. Wichtige Exempel sind geografische Erzählungen oder Geschichten von singulären Erlebnissen.

Instruktion: Diese Textsorte hilft bei der Anwendung von etwas und demonstriert Funktionen. Häufig werden dabei die Worte „sollen“ und „müssen“ verwendet: „Sie sollten auf Flugreisen verzichten.“