Es geht los!

Der K3 Klima Kongress ist offiziell eröffnet! Um 9 Uhr begrüsste Karsten Schwanke die KongressteilnehmerInnen, -veranstalterInnen und -unterstützerInnen im Audimax des KITs. Für seinen Auftritt hat der deutsche Meteorologe ein Schleuderthermometer mitgebracht. Mit diesem demonstrierte er dem Publikum, wie schwer es für einen Menschen ist, den Temperaturunterschied von einem Grad zu fühlen. Genau das sei ein großes Problem, sagt Schwanke. „Wenn wir die Differenz selber nicht bemerken, erkennen wir auch die entsprechenden Gefahren nicht.“  

Karsten Schwanke mit seinem Schleuderthermometer. Bild: DKK/Stephan Röhl

Schwanke übergab danach das Wort an die VeranstalterInnen Marie-Luise Beck und Carel Mohn von klimafakten.de. Beck stellte dem Publikum sogleich eine bedeutende Frage: „Warum so viel Wissen, aber so wenig Taten?“ Glücklicherweise habe der Klimastreik das Spiel verändert: „Jetzt fängt die Aufgabe der Klimakommunikation so richtig an.“ Der K3 Klima Kongress finde genau zur richtigen Zeit statt. Mohn sieht das genauso: „Die Klimakommunikation ist komplex. Wir brauchen ganz viele Menschen, die sich dafür einsetzen, die Thematik korrekt in die Öffentlichkeit zu tragen.“

Marie-Luise Beck vom Deutschen Klima-Konsortium. Bild: DKK/Stephan Röhl

Eine Investition in die Zukunft

Der darauffolgende Impulsvortrag von Professor Holger Halsenka, Präsident des KITs, stiftete zum Nachdenken an: „Wir wollen alle in einer schönen modernen Welt leben und trotzdem auf nichts verzichten. Aber was kostet es uns, wenn Tiere dabei aussterben? Wie viel Euro ist es uns wert, wenn wir am Schluss kein Wasser mehr übrighaben? Wir müssen in die Zukunft investieren. Für unsere Nachkommen und die Umwelt.“

Danach folgte ein Auftritt von Meteorologe Professor Gerhard Adrian, Präsident des Deutschen Wetterdiensts. Wie Maria-Luise Beck unterstrich er, dass die Wissenschaft zwar Erfolge erziele, diese aber zu wenig Anerkennung in der Politik und Gesellschaft erhalten würden. Es sei wichtig, dass wir uns alle beteiligen.

Zum Schluss der Eröffnung zeigte Stefanie Trümper noch die Zahlen zur Anreise zum Kongress. Diese demonstrierten den niedrigen CO2-Abdruck des Kongresses. Für Trümper sage das viel über den Spirit des Anlasses aus. Ebenso zeigte sich, dass die Mehrheit der TeilnehmerInnen aus dem Bereich der Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft kommen. Stefanie Trümper bedankte sich bei allen AkteurInnen und wünschte dem Publikum einen erfolgreichen K3 Klima Kongress. /sm