Kommunikation, Handeln, Zukunft – unsere drei Schwerpunkte im Programm

In diesem Jahr befassen wir uns mit Klimakommunikation in Zeiten gesellschaftlicher Transformation – ein großes Thema, das wir beim K3 Kongress am 24. und 25. September aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten und diskutieren möchten.

Am Vormittag des ersten Kongresstages geht es um die Analyse der Klimakommunikation. Das Besondere dabei: Wir bringen kommunikationswissenschaftliche und sprachwissenschaftliche Perspektiven zusammen.

Prof. Dr. Irene Neverla ist Kommunikationswissenschaftlerin und Emerita der Universität Hamburg. In ihrem Impulsvortrag wird sie der Frage nachgehen, wie der Klimawandel in unsere Köpfe gelangt und geht dabei auf die kommunikativen Potenziale aber auch Schwächen ein, die das Meta-Thema Klimawandel aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht mit sich bringt.

Ass.-Prof. Dr. Martin Reisigl ist Sprachwissenschaftler an der Universität Wien. In seinem Impulsvortrag führt er aus, dass Diskurse über den Klimawandel nicht einfach Geschichten über Klimaveränderungen sind. Er gibt Einblick in die verschiedenen Vertextungsmuster der Diskurse und die Gestaltung von themenrelevanten Kommunikationsformaten.

Am Nachmittag konzentrieren wir uns auf das Klimahandeln und die Frage, wie Klimakommunikation politik- und handlungswirksam werden kann. Hier dürfen wir gespannt sein auf Impulse folgender Experten:

apl. Prof. Dr. Niko Paech studierte Volkswirtschaftslehre und forscht und lehrt an der Universität Siegen im Masterstudiengang Plurale Ökonomik. In seinem Vortrag zeigt er auf, warum bisherige Klimaschutzanstrengungen gescheitert sind und welche Konsequenzen sich daraus für unsere Lebensstile und eine Postwachstumsökonomie ergeben.

Prof. Dr. Andreas Homburg leitet die Psychology School der Hochschule Fresenius in Wiesbaden und präsentiert in seinem Vortrag empirische Ergebnisse aus on- und offlinebasierten umweltpsychologischen Interventionsprojekten. Damit stellt er Erklärungen sowie wirksame Maßnahmen und Kampagnen zur Förderung klimaschonenden Handelns vor.

Am zweiten Kongresstag geht es um Zukunftsbilder. Ein historischer und ein soziologischer Blick helfen uns zu verstehen, wie wir Zukunftsbilder und Visionen in der Klimakommunikation einsetzen können.

Prof. Dr. Elke Seefried ist Historikerin und zweite stellvertretende Direktorin des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin. Ihr Impulsvortrag blickt zurück in die Geschichte der Zukunft und erklärt, wie die Zukunftsforschung seit 1945 bestimmte Zukunftsbilder entwarf und was uns dies heute für die Klimakommunikation nutzen kann.

Prof. Dr. Dirk Baecker ist Soziologe und Inhaber des Lehrstuhls für Kulturtheorie und Management an der Universität Witten/Herdecke. Im Mittelpunkt seines Impulsvortrags steht die unbekannte Zukunft als zivilisatorische Errungenschaft der modernen Gesellschaft. Dabei geht es um die Frage, wie wir mit dieser umgehen und wie wir sie für unsere Klimakommunikation fruchtbar machen können.

Das Kongressprogramm wird voraussichtlich Anfang Mai 2019 erscheinen. Zwischenzeitlich halten wir Sie in unserem Newsletter und auf Twitter über den Stand des Programmes sowie den Anmeldestart auf dem Laufenden. Auch lohnt ein Blick in unsere Rubrik Aktuelles, falls Sie zum Beispiel unsere Keynotespeakerinnen und Keynotespeaker noch nicht kennen.